“Das bessere Ich”

 

Es scheint ein Wesenszug des Menschen zu sein, sich immer wieder steigern und perfektionieren zu wollen. Sich gesund zu ernähren und sportlich zu betätigen, ist dabei nur eine Weise der ständigen Optimierung. Schönheitsmängel werden nicht gern gesehen und auch auf dem Gebiet des Geistes gilt es sich stets weiterzubilden und höhere Sphären zu erreichen. Peter Sloterdijk, der bekannte deutsche Philosoph, spricht in diesem Zusammenhang von „Anthropotechniken“ und meint damit die ständig notwendigen Übungen zur Selbstoptimierung, die es auf allen Feldern des Lebens zu vollbringen gilt.
Der Wunsch nach Optimierung lässt sich auch auf Institutionen beziehen. Wie stellt sich die Kirche beispielsweise ihre Zukunft vor? Und wie sieht ihr optimiertes Selbstbild aus?
Auf der anderen Seite lässt sich fragen: Ist der schon fast zwanghafte Drang zur Selbststeigerung wirklich wünschenswert? Können wir uns ihm überhaupt entziehen? Wie gehen wir mit Erfahrungen des Scheiterns um? Wie können wir der möglichen Kritik begegnen, wenn wir nicht dem Idealbild entsprechen?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir in diesem Semester in unseren Veranstaltungen nachgehen!

 

 

 

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